Untenstehend finden Sie Ratschläge, um Ihre Bewerbung für einen Arbeitsplatz in Frankreich zu erstellen, und somit Ihrem Bewerbungsschreiben den letzten Schliff zu geben. Holen Sie sich Tipps, um in Ihrem Bewerbungsgespräch zu glänzen.
Des Weiteren bieten wir Ihnen kulturspezifische Informationen zum Bewerbungsfoto oder der Angabe Ihrer Sprachkenntnisse und retten Sie aus dem französischen Abkürzungsgewirr .
Allgemein
Die Bewerbungsunterlagen in Frankreich bestehen in der Regel aus zwei Teilen:
- Tabellarischer Lebenslauf (CV)
- Anschreiben (Lettre de Motivation)
Einige Besonderheiten:
- In Frankreich werden den Bewerbungsunterlagen keine
Arbeitszeugnisse, Diplome, Zertifikate, etc. beigefügt. Deshalb sollten
Sie darauf achten, dass das Anschreiben und der Lebenslauf besonders
sorgfältig und aussagekräftig sind.
- Es existieren auch
keine Bewerbungsmappen. Drucken Sie Ihre Bewerbung auf dickerem Papier
aus und senden Sie sie in einem großen Briefumschlag. Oftmals erhält
man die Unterlagen nicht zurück.
- Initiativbewerbungen sind in Frankreich sehr verbreitet.
- Wenn
sich das Unternehmen nach einem Zeitraum von zwei Wochen noch nicht
gemeldet hat, kontaktieren Sie es und zeigen so Ihr Interesse an der
Stelle.
- Gute Französischkenntnisse sind ein Muss, um sich am Arbeitsplatz und im Alltag zurechtzufinden.
- Beschäftigen
Sie sich mit dem ausländischen Bewerbungsverfahren. Es macht einen
positiven Eindruck auf den Personalverantwortlichen, wenn man die
landestypischen Regeln kennt und respektiert.
Das wollten Sie schon immer wissen :-)
CDI? BTP? LM? Hmmmmm???
Wer hat sich nicht schon einmal durch das Dickicht der Abkürzungen in Stellenanzeigen geschlagen. Wilde Buchstabenkombinationen lassen Gewichtiges hinter groß- und kleingeschriebenen Konsonanten und Vokalen vermuten. Dabei kommt einem vieles Spanisch vor – oder auch französisch. Bereits nach dem Titel der Stellenanzeige erwartet Sie eventuell ein H/F, was darauf hindeutet, dass sowohl Bewerbungen von Männern (H-ommes) als auch von Frauen (F-emmes) willkommen sind.
Die Ausbildung wird in Frankreich sehr oft in Studienjahren ab dem Bac (~ Abitur) angegeben wie z.B. Bac +1, +2, +3 usw. Ein Bac +2, +3 entspricht somit einem abgeschlossenen Bachelor bzw. Vordiplom, ein Bac +4, +5 einem Diplom, Magister oder Master. Oft wird auch der Umsatz eines Unternehmens zur Orientierung angegeben. Sie können ihn als CA (chiffre d’affaires) mit einer Zahl in unmittelbarer Nähe leicht identifizieren.
Anzeigen, die eine/n JD, eine/n jeune diplômé, suchen, sind interessant für junge Hochschulabsolventen. Bei Erwähnung von BTP (bâtiment et travaux publiques) ist von einer Stelle im Hoch- und Tiefbau die Rede. Und hinter IDF verbirgt sich die Ortsangabe „île de France“, was den Pariser Großraum meint. Vielleicht stoßen Sie auch auf folgende Abkürzung: MT für marge totale, der die gesamte Pufferzeit im Projektmanagement angibt.
Eine kurze Erklärung noch zu den drei Abkürzungen CDD, CDI und CNE. Es handelt sich in erstem Falle um einen contrat à durée déterminé, also einen befristeten Vertrag. CDI hingegen bezeichnet einen contrat à durée indéterminé, für unbefristete Verhältnisse. Seit 2005 gibt es in Frankreich auch den Contrat de „nouvelles embauches“, der als Spezialform des CDI eine zweijährige Übergangsphase mit lockererem Kündigungsschutz in kleinen Unternehmen ermöglicht.
Zum Abschluss mögen sie eine Formel der Art „CV+LM+rém“ lesen, die sie auffordert, ihren Lebenslauf und eine lettre de motivation (Bewerbungsschreiben) mit Gehaltsvorstellungen (rémuneration = Gehalt) zu schicken. Anstatt rémuneration könnten Sie übrigens auch auf das Wort „prétentions“ stoßen. In anderem Falle ist der „salaire à négocier“, das Gehalt wird noch ausgehandelt, oder aber sie finden folgende Angabe: 25/30 KE. KE steht für Kilo Euro und bedeutet, dass Sie zwischen 25.000 und 30.000 Euro im Jahr verdienen. Mit der Referenznummer bei einer candidature s/ref (sous référence) sind Ihre Unterlagen dann komplett. Bc! (bonne chance!)